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Von Hexen- und Lebkuchenhäusern

Wer in einem Hexenhaus aufwächst, tut gut daran, in einem Lebkuchenhaus ein und aus zu gehen.
Axel Brauns, Kraniche und Klopfer

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Timeo Danaos …

… et dona ferentes.

Timeo Danaos Foto: (c) anglogermantranslations. Alle Rechte vorbehalten.

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Wie wird man eigentlich Lektor?

Eine gute Frage, die sich wohl so mancher stellt. Ich mir nicht, denn ich lektoriere zwar gelegentlich, aber das ergibt sich zufällig, etwa weil ich mir die Übersetzungsarbeit an einem Buch mit anderen teile und wir uns dann gegenseitig lektorieren.  Seit heute kann ich die Frage aber beantworten, denn sie wird in diesem Krimi von Harry Dolan kurz und bündig beantwortet. Für Textproben des amerikanischen Originals und der deutschen Übersetzung von Martin Ruben Becker klicken Sie bitte auf die Links.

Ich lese sehr, sehr selten Übersetzungen aus dem Englischen, weil mir die Lektüre der Originale so viel Spaß macht, aber manchmal ist es ganz nützlich, auf die Arbeit von Kollegen zurückzugreifen. Dann sehe ich, wie sie bestimmte Probleme gelöst haben, die mir auch gerade wieder bevorstehen. Da ich zur Abwechslung mal wieder einen Krimi übersetze, habe ich mir also
 

Böse Dinge geschehen

 
besorgt. Das bereue ich auch nicht, obwohl ich nicht das erhoffte Vokabular aus dem amerikanischen Polizeimilieu darin finde, aber spannend ist es wirklich! Auch die Übersetzung gefällt mir, trotz des ständig auftauchenden blöden *Halfters*. Spricht sich denn eigentlich nie herum, dass ein Halfter was für Pferde ist und das *holster* der Cops auf Deutsch Holster heißt? Grummelgrummelgrummel… 😉

Aber zurück zum Thema. Der Protagonist der Geschichte, nennen wir ihn David Loogan (so nennt er sich zumindest selbst, aber wir trauen ihm nicht so recht), bekommt ganz unverhofft ein Angebot von einem Verleger.

Ich zitiere kurz aus der Übersetzung von Martin Ruben Becker, das englische Original dieser Stelle liegt mir nicht vor:

[…] „Ich brauche einen Lektor.“

Loogan rutschte auf seinem Stuhl hin und her. „Ich glaube nicht, dass ich dafür qualifiziert bin. Ich habe dafür gar keine Ausbildung.“

„Die hat doch niemand“, sagte der Mann. „Die Leute studieren doch gar nicht für so etwas. Niemand hat vor, Lektor zu werden. Das ist etwas, das einem widerfährt, wie Gelbsucht oder ein Sturz in den Brunnen.“

Zitiert nach der dtv-Ausgabe von 2009, S. 14f.

Ach, so ist das? Na, dann wissen wir ja Bescheid.

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Poetischer Splitter 1

David hatte das Gefühl, als würden Stunden um Stunden vergehen, aber vermutlich war es kaum mehr als ein Wimpernschlag, der schmetterflügelzart vorüberflog. Der kalte Nieselregen setzte erneut ein und der sanfte Nebel, den er heraufbeschwor, wurde zu einem Vorhang aus unsichtbarer Seide.

Zitat aus:

Heaven

Stadt der Feen

von Christoph Marzi

Das wäre doch wirklich mal eine wunderschöne Übersetzung, wenn es nicht ein wunderschöner orginaldeutscher Satz wäre! Eine wohltuende Abwechslung von der schier endlosen Aneinanderreihung sich ständig wiederholender Klischees, die manche leider sehr viele AutorInnen ihren LeserInnen (und ÜbersetzerInnen :-() zumuten, um die Seiten zu füllen.  Mehr schmetterflügelzarte Wimpernschläge und Vorhänge aus unsichtbarer Seide bitte!

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Es lächelt der Eimer …

… er ladet zum Bade.

Fotos: © anglogermantranslations

Hier sind die Fische vom Eimer in voller Schönheit zu bewundern:

Zitronenfisch –  AnemonenfischDoktorfisch

Wer sollte denn in diesem Prachtstück baden wollen? Na, der Hund natürlich. Nicht der bekannte bunte – obwohl das für den ein passendes Ambiente wäre -, sondern der aus dem Cartoon, über den ich mich monatelang vor Lachen ausschütten wollte. Warum, weiß ich selbst nicht, aber bei der bloßen Erwähnung der magischen Worte „Hund im Putzeimer“ wurde ich von Lachkrämpfen geschüttelt. Es war ein sarkastisches und selbstironisches Lachen, doch den Auslöser, das Tat Lachmotiv, habe ich bis heute nicht gefunden. Den Witz habe ich damals in der taz gelesen, jetzt kann man ihn offenbar in einem Sammelband des Diogenes Verlags finden. Hoffentlich verstoße ich nicht gegen das Urheberrecht, wenn ich die Bildunterschrift zitiere? Falls doch, lösche ich sie sofort und ersetze sie durch eine Paraphrase – aber dann geht die Pointe (was immer sie sein mag) natürlich flöten. Ein Witz, den man erklären muss, ist ja bekanntlich keiner mehr.

F. K. Waechters Cartoon zeigt eine Frau beim Saubermachen und einen Mann, der von der Arbeit kommt. Zwischen ihnen steht ein Putzeimer, in dem ein Hund sitzt. Der Mann sagt: „Wenn ich heimkomme, ist immer, immer der Hund im Putzwasser. Mich nervt das!“

Und wie gesagt, verstehe ich meine Reaktion ja selbst nicht. Ob ich die Einzige war, die das sau waukomisch fand und darauf mit lang anhaltenden Lachsalven reagierte? Eigentlich reizen mich Witze so gut wie nie zum Lachen, ausgenommen Wortspiele.

Nachtrag vom 15. September 2015

Waechter-Ausstellung in Kassel

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Faltkunst

What is this life, if full of care,

We have no time to stand and stare …

[from „Leisure“ by William Henry Davies]

Hier finden Sie das ganze Gedicht im Original und in der Übersetzung von Walter A. Aue.

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