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Una serenata per la farinata

Das war für mich die Entdeckung des Monats: Kichererbsen brauche ich nicht mindestens 12 Stunden lang einzuweichen, ich kann das Mehl ja fix und fertig kaufen. Wo? Im Bio- oder Asialaden zum Beispiel, im letzteren auch unter der Bezeichnung gram flour. Zweitens eignet es sich in manchen Speisen sogar als Ei-Ersatz. Das ist doch gut zu wissen. Inzwischen habe ich – jeweils leicht abgewandelt – das Kichererbsenfladenrezept von La mia cucina schon zwei Mal nachgebacken, einmal schnell und einmal mit 12- stündiger Quell- und Ruhezeit. Mein Fazit: Diese Verzögerung kann man sich schenken.

Das erste Mal habe ich alle Zutaten sofort miteinander vermischt, allerdings nur 500 ml (statt 700 ml) Wasser und nur 40 ml Öl verwendet. Den Teig brauchte ich nicht mehrmals umzurühren, da ich ihn sofort in einer beschichteten runden Pizzaform in mehreren pfannkuchendünnen Fladen verbacken habe.

Beim zweiten Mal habe ich mich strenger an das Rezept von La mia cucina gehalten, zusätzlich noch eine halbe fein geschnittene Knoblauchzehe und tiefgekühlte Petersilie (oder Peterli, wie die Schweizer sagen) hinzugefügt und die Wassermenge auf 700 ml wie im Ursprungsrezept erhöht. Allerdings habe ich den Teig nicht mehrmals umgerührt, sondern nur ein Mal nach der 12-stündigen Ruhezeit. Das Ergebnis unterschied sich nicht von dem des ersten Versuchs. Ich weiß jetzt, dass sich das Grundrezept, ohne Kräuter und Gewürze, sowohl für pikante als auch für süße Füllungen eignen würde und sich daraus crêpe-, eierkuchen- oder wrapähnliche Fladen herstellen lassen – mit beliebiger Goldbrauntönung bzw. unterschiedlichem Knusprigkeitsgrad.

Ja, wenn einer so einen Eierkuchen Kicherkuchen bäckt,

Dann jeht alles wie jenudelt, wie jeleckt …

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