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Wörterrätsel: Moorwöddel un Grotmoders Mütz

„… in an English (North) German Country Ga-har-den…“

Heimische Nutzpflanzen und Blumen aus Norddeutschland Fotos: (c) anglogermantranslations

Heimische Nutzpflanzen und Blumen aus Norddeutschland
Fotos: (c) anglogermantranslations

sind die heimischen Pflanzen – wie es sich für diese Region gehört – dreisprachig ausgezeichnet, mit lateinischen, hochdeutschen und plattdüütschen Namen. Das ist auch gut so, denn nur Plattdeutsch würde bei einigen Exemplaren Rätsel aufgeben, zumal manche schon abgeerntet sind und nur noch die ovalen Emailleschilder im Boden stecken.

Nun bin ich zwar nur mit Hochdeutsch aufgewachsen, brauche mich aber nicht übermäßig anzustrengen, um im plattdüütschen Goden Heinerich einen Guten Heinrich,Guter Heinrich - Goden Heinerichim Gröönkohl den Grünkohl Grünkohl Gröönkohl Taterkohl und in der StekröövStekrööv die Steckrübe zu vermuten.

Dabei fällt mir ein, dass ich Ersteren erst kürzlich zum ersten Mal in England erblickt habe, wo er – nicht sonderlich überraschend – Good Henry oder auch Good King Henry heißt und auch als Spargel des armen Mannes bezeichnet wird, ein Ehrentitel, der in Deutschland die Schwarzwurzel schmückt. Zum Grünkohl und zur Steckrübe möchte ich nur anmerken, dass ich auf beide auch gut verzichten könnte.

Even though I grew up with standard German only, I find it no rocket science (die ich hier ausnahmsweise mal als Wissenschaft von der Rauke interpretieren möchte) to identify these three plants.

Kommen wir aber nun zum ersten Wörterrätsel. Was mag denn nur ein Moorwöddel sein? Moor- ist schon klar, und Wöddel habe ich im Plattdüütsch-Wörterbuch gefunden, allerdings nicht in dieser Kombination. Sobald das Rätsel hier gelöst ist, werde ich das Wort dort als neuen Eintrag vorschlagen. Eine kleine Hilfe: Es handelt sich weder um eine Mohrrübe, noch um eine Birne oder Pflaume … obwohl eine Erdbirne ja auch keine Birne ist und ein Erdapfel kein Apfel.

Das zweite Suchwort – Grotmoders Mütz – ist eine Blume. Sie steht sogar im erwähnten Lexikon, allerdings erscheint die Oma in etwas anderer Schreibweise.

Nachtrag:

Der Link zum Plattdüütsch-Wörterbuch war falsch, ich habe ihn korrigiert.

Danke

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Pink Lady oder Brunnenbild mit Dame

Bevor ich das von Pit vorgeschlagene Bildbearbeitungsprogramm (konkret das Personenausmerzungstool) ausprobiere, noch schnell ein weiteres Zufallsfoto aus Kiftsgate Court. Das leuchtende Kleid sollte mir als weiterer Farbtupfer neben den blauen Gartenmöbeln dienen, aber dann drehte sich die Dame ganz unerwartet um, weshalb ich ihr Gesicht „beherzigen“ musste. Der heimliche Star ist natürlich auch hier die berühmte weiße Kiftsgate-Rose alias Rosa filipes. Über den Brunnen habe ich nichts herausfinden können. Vielleicht weiß jemand etwas?

Kiftsgate Court Gardens - Brunnenbild mit Dame Foto: (c) anglogermantranslations

Kiftsgate Court Gardens – Brunnenbild mit Dame
Foto: (c) anglogermantranslations

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No legs good, two legs bad?

Maler und professionelle Fotografen brauchen bei der Bildgestaltung nichts dem Zufall zu überlassen. Ich dagegen rechne bei meinen Gelegenheitsfotos an häufig frequentierten Orten immer damit, hinterher unerwünschte Gestalten herausschneiden zu müssen.

Dieses Mal stelle ich fest, dass mir das Foto von den Hummeln, die sich im Lavendel tummeln,
Lavendel und Beine

mit dem Beinpaar viel besser gefällt als der Keinbein-Garten:

Lavendel ohne Beine 2
Warum ist das so? Meine laienhafte Erklärung: Die unbefugten Beine irritieren, werden so zum Blickfang und erzeugen Spannung. Oder etwa nicht? Ich grübele, was für einem Menschen sie gehören mögen. Vielleicht wäre das der Anfang für eine Geschichte? Der Gärtner, der immer der Mörder ist, kann es nicht sein, denn die Gärten von Kiftsgate Court in Gloucestershire werden seit drei Generationen von GärtnerInnen gestaltet. Jedenfalls haben die Beine meine Neugier geweckt.

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Der Staudengarten im September

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Staude, ein Wort in der deutschen Sprache, über das ich immer wieder staune. Es klingt so seltsam in meinen Ohren …
Aber auch der Name der Herbstzeitlosen gibt mir zu denken. Entweder sie ist zeitlos oder aber eine Blume, die im Herbst blüht … oder? Und das Rotkehlchen ist momentan noch ein „Orange“-Kehlchen. Doch kommt Zeit, kommt Rot!

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Adam und sein Apfel

Skulptur von Waldemar Otto 1982

Or

The Ubiquitous Adam is at it Again 🙂

Dieser aussichtsreiche Anwärter auf den Mister-Universum-Titel posiert unter der Laterne dem güldenen Baum der Erkenntnis vor dem großen Tor des Botanischen Gartens in Hamburg.

„Adam plündert sein Paradies“

heißt das Kunstwerk.

Damit wir nun nicht gleich „Ich weiß nicht, was soll das bedeuten?“ anstimmen müssen, bekommen wir die Erklärung gleich mitgeliefert:

Vermutlich hatte der Künstler kein Problem, ein Modell für diese Skulptur zu finden. Auf seiner Website sieht man ihn in seiner Werkstatt zusammen mit diesem leibhaftigen Adonis. Komisch, ich habe das Gefühl, dem Prachtkerl Adam ständig über den Weg zu laufen, in der Regel allerdings mit etwas mehr als nur einem Fahrradschloss bekleidet.

Frage: Wer bist du, Adam?

Antwort:  Madam, I’m Adam – von hinten wie von vorn.

Während Adam hier draußen nun sein Paradies plünderte, gab es im Botanischen Garten ganz andere Adamsäpfel zu bestaunen, und zwar im Rahmen der  Ausstellung der Norddeutschen Apfeltage – aber das ist eine andere Geschichte.

Adamsäpfel auf den Norddeutschen Apfeltagen 2011

Aus: Der Apfel. Sortennamen und Synonyme von Johann-Heinrich Rolff

Dieser rote Apfel hat ein wundersames Synonym: White Paradise.

Fehlt noch was? Ach ja. Ein Hinweis auf den dänischen Film Adams Äpfel. Einer von den wenigen, die ich mir immer wieder ansehen könnte.

Nachtrag zum Titel

Ich stelle gerade fest, dass man über diese Adamsfigur auch unter dem Titel „Die Adams und ihre Äpfel“ schreiben könnte. Im Erfurter Skulpturengarten steht nämlich ein Doppelgänger als Adam plündert DAS Paradies, ferner gibt es noch einen Dreifachgänger als Adam isst die Frucht. Offenbar ist Adam fruchtbar und mehrt sich. Kein Wunder also, dass ich mir einbilde, diesem Adam ständig zu begegnen. Er ist einfach überall. (Und wenn man ihn lässt, verputzt er gerade einen Apfel.)

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