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Schneller Teller

© anglogermantranslations

„Auf einem Teller helle, dadidadidadidadam …“ Quatsch, er ist ja dunkel. Dass eckige Teller eckige Schatten werfen, ist zwar logisch, mir aber auch neu. Jetzt aber flugs in medias res:

Zutaten für den Rapunzel-Forellen-Kartoffel-Teller

Rapunzel, 100 g oder mehr für eine mittelgroße Schüssel

Eine kleine Mohrrübe, gerieben

Eine kleine Zwiebel, gerieben

Ein EL hochwertiges Öl, geschmacksneutral und reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Ein EL Apfelsaft (Direktsaft)

2 mittelgroße Biokartoffeln, in der Schale gekocht  (Bio und goldgelb müssen sie schon sein, sonst schmecken sie einfach nicht.)

Ein Forellenfilet, geräuchert und selbst gekauft

Zubereitung (unter Berücksichtung der Kochzeit von ca. 20 Minuten)

Während die Pellkartoffeln kochen, den Salat waschen. Das geräucherte Forellenfilet aus der Packung nehmen, damit sich das Aroma entfaltet. Auf den Teller legen (ein heller Teller tut’s auch :-)). Aus den restlichen Ingredienzien eine Salatsoße in der Schüssel mischen und Rapunzel kräftig darin wälzen. Weiteres Würzen schenke ich mir, da die Forelle genügend Salz beisteuert. Alternativ lässt sich daraus natürlich auch ein Salat zum Mitnehmen basteln: Dazu die am Vortag gekochten Gschwellti in Scheiben und das Fischfilet in Stückchen schneiden. Unter den Salat mischen. Das ging doch wirklich blitzschnell, nicht? Und ist doch alles Andere als Fastfood. Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, ein paar Kohlehydrate … Und zum Nachtisch einen Apfel. Anschließend ist man nicht zu müde, um weiterzuarbeiten.

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O Who Rides by Night …

… Thro‘ the Woodland so Wild?

(A follow-up to yesterday’s Wer reitet so spät)

Transl.  Sir Walter Scott (1771-1832)

Indeed, who may it be? I give you three guesses. Never mind the o having dropped its aitch. It sometimes does that. Just like that.

The Earl-King

O who rides by night thro‘ the woodland so wild?
It is the fond father embracing his child;
And close the boy nestles within his loved arm,
To hold himself fast, and to keep himself warm.

„O father, see yonder! see yonder!“ he says;
„My boy, upon what dost thou fearfully gaze?“
„O, ‚tis the Erl-King with his crown and his shroud.“
„No, my son, it is but a dark wreath of the cloud.“

The Erl-King Speaks:
„O come and go with me, thou loveliest child;
By many a gay sport shall thy time be beguiled;
My mother keeps for thee many a fair toy,
And many a fine flower shall she pluck for my boy.“

„O father, my father, and did you not hear
The Erl-King whisper so low in my ear?“
„Be still, my heart’s darling — my child, be at ease;
It was but the wild blast as it sung thro‘ the trees.“

Erl-King:
„O wilt thou go with me, thou loveliest boy?
My daughter shall tend thee with care and with joy;
She shall bear thee so lightly thro‘ wet and thro‘ wild,
And press thee, and kiss thee, and sing to my child.“

„O father, my father, and saw you not plain
The Erl-King’s pale daughter glide past thro‘ the rain?“
„Oh yes, my loved treasure, I knew it full soon;
It was the grey willow that danced to the moon.“

Erl-King:
„O come and go with me, no longer delay,
Or else, silly child, I will drag thee away.“
„O father! O father! now, now, keep your hold,
The Erl-King has seized me — his grasp is so cold!“

Sore trembled the father; he spurr’d thro‘ the wild,
Clasping close to his bosom his shuddering child;
He reaches his dwelling in doubt and in dread,
But, clasp’d to his bosom, the infant was dead.

–> This way please to Goethe’s original ballad.

And yet another interpretation by Cameron Carpenter:

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Wer reitet so spät

Ja, wer wohl? Goethes Ballade vom Erlkönig ist immer noch eine schier unerschöpfliche Inspirationsquelle für alle Kunstgattungen und -richtungen. Ist Youtube nicht eine wunderbare Erfindung? Ich habe mal drei Interpretationen herausgegriffen, die mir besonders gut gefallen.

Ein Comic in Hörfassung? Erlkönig „zum Anfassen“? Pantomimisch und akustisch untermalte Rezitation? Gibt es einen Begriff für diese genreübergreifende Vortragskunst? Besonders amüsiert mich, wie Marco Rima in Marty Feldmans Rolle aus Frankensteins jüngerer Bruder schlüpft :-).

Von den vielen filmischen Umsetzungen des Stoffs halte ich Georg Weidenbachs atmosphärisch dichte Version für besonders gelungen.

Last but not least Franz Schuberts Vertonung als Violinsolo – ein Parforceritt in der Interpretation von Kristof Barati. Ist das nicht ein wahrhaft fiegeliensches Musikstück? (Endlich eine Gelegenheit, diese neu erworbene Vokabel anzuwenden. 😉

Und hier noch einmal der Text des Gedichts zum Mitsingen für alle, die ihn nicht auswendig lernen mussten ;-):

Erlkönig

Johann Wolfgang Goethe

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
In dürren Blättern säuselt der Wind. –

»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
Meine Töchter sollen dich warten schön;
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düstern Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –

»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
Und bist du nicht willig, so brauch‘ ich Gewalt.«
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Müh‘ und Not;
In seinen Armen das Kind war tot.

Quelle: Projekt Gutenberg

And this is what Sir Walter Scott made of it.


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Friede, Freude, Eierkuchen … oder

Picturebook Britain in the Fifties

Normalerweise verstehe ich die blecherne Synthetikstimme ja gar nicht, hier funktioniert das schon, da sie einen englischen Originaltext verliest [ja, verliest ;-), denn sie stolpert durch die Sätze], sorgt das für zusätzliche unfreiwillige Komik (d. h. zusätzlich zu den Bildern aus Cloud Cuckoo Land Britain).

Du heile Welt, wer hat dich bloß erfunden?

(Zu singen auf  „Du holde Kunst, in wie viel grauen Stunden …“)

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