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Zeitzeugnis

Wenn die kleinen grünen Kornkreismännchen mal vor diesem Gatter im Nirgendwo – ganz weit weg von Berlin – landen sollten (links Getreide, rechts Getreide, drumherum nur Wald und Weide), werden sich diese garantiert ebenso wundern wie ich:

Status quo post bellum © anglogermantranslations

Meine erste Reaktion war auch prompt: Nanu, hier war doch früher mal britische Zone?

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In die Röhre gucken

Wer? Deutsche Touristen. Wo? In London.

Was? Die Londoner U-Bahn alias Tube.

Foto: pdphoto.org

Sänkju vor träweling … Halt! Warum nicht gleich in blütenreinem Deutsch? –> Die Londonkarte

Urheber unbekannt. Sachdienliche Hinweise willkommen.

via transblawg.eu via Horst Prillinger

(Hoffentlich ist das richtig so mit 2x *via*?)

Hamburg speaks English hatten wir ja schon.

Zum obigen Foto fällt mir noch ein alter Witz ein.

Englischer Tourist in New York fragt einen vorbeihastenden Einheimischen:

How will I get to the underground, please?

Answer: Drop dead!

(Ein schottischer Tourist hätte sich natürlich nach der subway erkundigt und hoffentlich eine freundlichere Antwort bekommen.)

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Das obskure Objekt der Begierde oder Bananas Lost in Translation

Ich muss doch noch einmal auf die im 19. Jahrhundert bei uns so wenig bekannten Bananen zurückkommen.  Aus Neugier, wie Jules Verne die Früchte denn seinerzeit „so detailliert“ beschrieb, habe ich die Quelle der Bananenstelle im französischen Original herausgesucht und mit je einer zeitgenössischen deutschen und englischen Übersetzung verglichen.  Alle drei Zitate sind der jeweiligen Sprachversion im Projekt Gutenberg entnommen.

Jules Verne im Original: XII

——— OÙ PHILEAS FOGG ET SES COMPAGNONS S’AVENTURENT A TRAVERS LES FORÊTS DE L’INDE ET CE QUI S’ENSUIT

[…] La station d’Allahabad n’était pas à douze milles dans le nord-est. On fit halte sous un bouquet de bananiers, dont les fruits, aussi sains que le pain, « aussi succulents que la crème », disent les voyageurs, furent extrêmement appréciés.

English version

Chapter XII

IN WHICH PHILEAS FOGG AND HIS COMPANIONS VENTURE
ACROSS THE INDIAN FORESTS, AND WHAT ENSUED

[…] Allahabad was now only twelve miles to the north-east. They stopped under a clump of bananas, the fruit of which, as healthy as bread and as succulent as cream, was amply partaken of and appreciated.

[Übersetzer unbekannt]

(Nun ja, so sehr ins Detail geht die Beschreibung ja eigentlich nicht …)

Deutsch:  Zwölftes Capitel.

Phileas Fogg und seine Gefährten machen einen abenteuerlichen Ritt durch indische Waldung.

[…] Die Station Allahabad befand sich nur noch zwölf Meilen nordöstlich. Man machte unter einem Wäldchen von Pisang halt, deren Früchte, so gesund wie Brod, so »saftig wie Crême«, sehr köstlich waren.

(In der deutschen Fassung [Übersetzer unbekannt] taucht die Banane also gar nicht auf. Spurlos verschwunden ist sie allerdings nicht, nur wird sie mit ihrem malaiischen Namen genannt. Vielleicht konnte man sich unter dem Begriff Banane noch gar nichts vorstellen? Meyers Konservations-Lexikon von 1888 beschreibt diese Pflanze unter dem Stichwort Musa und wartet mit einem weiteren Synonym auf: Paradiesfeige. Aaaah! Dann bedeckten Adam und Eva ihre Scham womöglich mit Bananenblättern? Die Genesis muss umgeschrieben werden ;-).)

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