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Ausschreibung für deutsche und schwedische Literaturübersetzung

Nachfolgend gebe ich eine Mitteilung für schwedische und deutsche Literaturübersetzerinnen und -übersetzer im Originalwortlaut weiter. 

Liebe ÜbersetzerInnen

Das Übersetzerhaus Looren in der Schweiz und das Baltic Centre for Writers and Translators in Visby (Schweden) haben reiche Erfahrung in der Übersetzungsförderung und in der Weiterbildung von LiteraturübersetzerInnen. Im Rahmen der Europäischen Übersetzerschmiede, die zweimonatige Workshops in sechs Sprachkombinationen anbietet, engagieren wir uns auch für den Nachwuchs und schreiben einen Deutsch-Schwedischen Workshop aus. Dieser wird von der Europäischen Kommission mit Mitteln des Lifelong Learning-Programms gefördert.

Literaturübersetzerinnen am Anfang ihrer Karriere können sich noch bis zum 15. Mai 2013 bewerben. Das Mentoratsprogramm besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Workshops: im Oktober 2013 im Baltic Centre for Writers and Translators und im November 2013 im Übersetzerhaus Looren. Drei Plätze für die Sprachkombination Deutsch>Schwedisch und drei für Schwedisch>Deutsch sind zu besetzen. JedeR TeilnehmerIn erhält ein Stipendium in der Höhe von 2’500 Euro. Auswahlkriterium ist in erster Linie die Qualität des eingereichten Übersetzungsprojekts und der Textprobe.

Mehr Informationen zu Workshop und Bewerbungsverfahren: http://www.looren.net/15-0-Aktuelle-Werkstaetten.html

Über die Europäische Übersetzerschmiede: http://www.fabrique-traducteurs.org/?lang=de

Wir freuen uns auf viele Bewerbungen und danken Ihnen dafür, dass Sie diese Informationen an Interessierte weiterleiten!

Mit besten Grüssen,

Gabriela Stöckli, Übersetzerhaus Looren
Lena Pasternak, BCWT Visby

***
Dr. phil. Gabriela Stöckli, Geschäftsleiterin
Übersetzerhaus Looren
CH-8342 Wernetshausen

Tel./Fax: +41 (0)43 843 12 43/4
E-Mail: i
nfo@looren.net
Web: http://www.looren.net

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Eingeordnet unter literarische Übersetzung aus dem Deutschen, literarische Übersetzung ins Deutsche

Zeitzeugnis

Wenn die kleinen grünen Kornkreismännchen mal vor diesem Gatter im Nirgendwo – ganz weit weg von Berlin – landen sollten (links Getreide, rechts Getreide, drumherum nur Wald und Weide), werden sich diese garantiert ebenso wundern wie ich:

Status quo post bellum © anglogermantranslations

Meine erste Reaktion war auch prompt: Nanu, hier war doch früher mal britische Zone?

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Eingeordnet unter Ditt un dat, Foto

Schneller Teller

© anglogermantranslations

„Auf einem Teller helle, dadidadidadidadam …“ Quatsch, er ist ja dunkel. Dass eckige Teller eckige Schatten werfen, ist zwar logisch, mir aber auch neu. Jetzt aber flugs in medias res:

Zutaten für den Rapunzel-Forellen-Kartoffel-Teller

Rapunzel, 100 g oder mehr für eine mittelgroße Schüssel

Eine kleine Mohrrübe, gerieben

Eine kleine Zwiebel, gerieben

Ein EL hochwertiges Öl, geschmacksneutral und reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren

Ein EL Apfelsaft (Direktsaft)

2 mittelgroße Biokartoffeln, in der Schale gekocht  (Bio und goldgelb müssen sie schon sein, sonst schmecken sie einfach nicht.)

Ein Forellenfilet, geräuchert und selbst gekauft

Zubereitung (unter Berücksichtung der Kochzeit von ca. 20 Minuten)

Während die Pellkartoffeln kochen, den Salat waschen. Das geräucherte Forellenfilet aus der Packung nehmen, damit sich das Aroma entfaltet. Auf den Teller legen (ein heller Teller tut’s auch :-)). Aus den restlichen Ingredienzien eine Salatsoße in der Schüssel mischen und Rapunzel kräftig darin wälzen. Weiteres Würzen schenke ich mir, da die Forelle genügend Salz beisteuert. Alternativ lässt sich daraus natürlich auch ein Salat zum Mitnehmen basteln: Dazu die am Vortag gekochten Gschwellti in Scheiben und das Fischfilet in Stückchen schneiden. Unter den Salat mischen. Das ging doch wirklich blitzschnell, nicht? Und ist doch alles Andere als Fastfood. Vitamine, Omega-3-Fettsäuren, ein paar Kohlehydrate … Und zum Nachtisch einen Apfel. Anschließend ist man nicht zu müde, um weiterzuarbeiten.

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Eingeordnet unter Rezepte

Wer will noch mal, wer hat noch nicht?

Beharrlichkeit führt meist zum Ziel.

Autor/author: rewboss

Aber warum viele solcher gemischtnationalen Paare lieber in Dänemark heiraten, ist auch nicht schwer zu erraten.

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Eingeordnet unter Drama

Das obskure Objekt der Begierde oder Bananas Lost in Translation

Ich muss doch noch einmal auf die im 19. Jahrhundert bei uns so wenig bekannten Bananen zurückkommen.  Aus Neugier, wie Jules Verne die Früchte denn seinerzeit „so detailliert“ beschrieb, habe ich die Quelle der Bananenstelle im französischen Original herausgesucht und mit je einer zeitgenössischen deutschen und englischen Übersetzung verglichen.  Alle drei Zitate sind der jeweiligen Sprachversion im Projekt Gutenberg entnommen.

Jules Verne im Original: XII

——— OÙ PHILEAS FOGG ET SES COMPAGNONS S’AVENTURENT A TRAVERS LES FORÊTS DE L’INDE ET CE QUI S’ENSUIT

[…] La station d’Allahabad n’était pas à douze milles dans le nord-est. On fit halte sous un bouquet de bananiers, dont les fruits, aussi sains que le pain, « aussi succulents que la crème », disent les voyageurs, furent extrêmement appréciés.

English version

Chapter XII

IN WHICH PHILEAS FOGG AND HIS COMPANIONS VENTURE
ACROSS THE INDIAN FORESTS, AND WHAT ENSUED

[…] Allahabad was now only twelve miles to the north-east. They stopped under a clump of bananas, the fruit of which, as healthy as bread and as succulent as cream, was amply partaken of and appreciated.

[Übersetzer unbekannt]

(Nun ja, so sehr ins Detail geht die Beschreibung ja eigentlich nicht …)

Deutsch:  Zwölftes Capitel.

Phileas Fogg und seine Gefährten machen einen abenteuerlichen Ritt durch indische Waldung.

[…] Die Station Allahabad befand sich nur noch zwölf Meilen nordöstlich. Man machte unter einem Wäldchen von Pisang halt, deren Früchte, so gesund wie Brod, so »saftig wie Crême«, sehr köstlich waren.

(In der deutschen Fassung [Übersetzer unbekannt] taucht die Banane also gar nicht auf. Spurlos verschwunden ist sie allerdings nicht, nur wird sie mit ihrem malaiischen Namen genannt. Vielleicht konnte man sich unter dem Begriff Banane noch gar nichts vorstellen? Meyers Konservations-Lexikon von 1888 beschreibt diese Pflanze unter dem Stichwort Musa und wartet mit einem weiteren Synonym auf: Paradiesfeige. Aaaah! Dann bedeckten Adam und Eva ihre Scham womöglich mit Bananenblättern? Die Genesis muss umgeschrieben werden ;-).)

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