Aua!

Gestern bei Karstadt, Abteilung Kinderkleidung. Auf mehreren Strampelanzügen in verschiedenen Größen und Farben prangt der Spruch:

„Schön das du da bist!“ [sic]

Ja, wo sind wir denn?

 

17 Kommentare

Eingeordnet unter Deutsche Sprache

17 Antworten zu “Aua!

  1. Schön, das. Oder vielmehr: gar nicht schön. Seit dem Neuschreib kommen zu den üblichen das/daß-Fehlern ja auch noch die Vertipper hinzu, wenn der zweite s-Anschlag nicht stark genug war … Vielleicht handelt es sich hier um einen solchen? Oder dürfen wirklich Leute Strampler beschriften, die gar nicht schreiben können –?

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  2. Aua, das tut weh. Seinem Kind so einen Strampler anzuziehen, ist dann auch schon wieder ein Statement. Wenn auch vermutlich eher unabsichtlich.

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  3. Vielleicht ist das „das“ schön oder so… Ich habe manchmal die Hoffnung, dass das dann trotzdem irgendeinen Sinn hat und ich es nur nicht erkenne.

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    • Möglicherweise war das eine internationale Koproduktion. Willkommenskultur für Neugeborene in den Weltsprachen. Die Näherinnen am anderen Ende der Welt nutzen dafür eine Maschninenübersetzung.

      Oder … Um Zeit zu sparen, begnügt man sich mit einem s, da der stündliche Ausstoß dadurch erheblich zu steigern ist, getreu dem Motto „Das merkt doch keiner!“

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    • Spart ja auch Farbe! Ein Komma und ein „s“ kommen hochgerechnet auf eine Menge. Wahrscheinlich kommt bald eine Rechtschreibreform, die das „dass“ komplett streicht, weil es jetzt auch nicht mehr auf T-Shirts vorkommt. :/

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    • „Dass“ steht mit Sicherheit längst auf der Abschussliste. Auch sonst wird ja schon der englische Satzbau allenthalben nachgeahmt. Dass ich das noch erleben darf! „Das“ als bestimmter Artikel gehört auch abgeschafft. Es erleichtert Ausländern das Erlernen der deutschen Sprache, weil sie dann nur noch zwischen „der“ und „die“ wählen müssen. Nicht zu viele Schritte auf einmal … (Jetzt musste ich schon wieder im Duden nachschlagen, ob ich das jetzt auseinander oder getrennt zu schreiben habe. Ständig diese Gewissenskonflikte, äh, Entscheidungsschwierigkeiten und obendrein die dreiste Dudenempfehlung.)

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    • Und das alles wird unter dem Deckmantel des Sprachwandels getan … Die ganzen Kann-Bestimmungen finde ich auch nervig. Wenn ich Korrektur lese (pah, wie wird das nun wieder geschrieben?), muss ich immer ranschreiben: „Ja, das darfst du so oder so schreiben, aber bitte lege dich doch innerhalb eines Textes auf EINE Schreibweise fest.“ Aber manchmal ist es eben sich bedeutungsunterscheidend. Und dann wird man Grammatik-Nazi geschimpft 😉

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    • Wie bitte, was? Das vorletzte Wort ist also auch schon aus dem Englischen ins Deutsche übergeschwappt? Ich erinnere mich an empörte Reaktionen deutscher Teilnehmer eines Forums (leo.org, glaube ich), als ein Anglophoner das benutzte. Das N-Wort hat doch im Deutschen einen ganz anderen Stellenwert und Beleidigungscharakter als im Englischen. Ein Glück, dass ich nur meine eigenen Manuskripte korrekturlesen oder mir vom Lektorat eingebaute Fehler wieder rausschmeißen muss. Ich hätte keine Lust, mich mit fremden beratungsresistenten Leuten zu streiten.

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  4. Pit

    Wo wir sind? In der Bildungsdiaspora Deutschland.
    Hab‘ ein feines Wochenende,
    Pit

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  5. Wenn das drahtlose bezahlen mit dem Mobil-Phone funktioniert sprechen die LED-Schirme Dich mit Namen an und ziehen dann gleich das Geld für die in Deinen Augen gelesenen Wünsche ab…..

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