Le mot juste

Handwerkern frage ich ja gern Löcher in den Bauch. In letzter Zeit schneien mir häufiger welche ins Haus, weil ständig Sachen kaputtgehen, die ich nicht selbst reparieren kann. Zum Glück sind das in der Regel Teile, die nicht besonders reparaturanfällig sind, weshalb mir (noch) das spezielle Fachvokabular fehlt. Erste Probleme bereiten mir dann Anrufe bei den Handwerkern, wenn ich beschreiben soll, was denn genau nicht mehr funktioniert und wofür Ersatzteile bestellt werden müssten. Manchmal schicke ich ihnen Fotos, damit sie sich ein Bild machen können. Sind die Handwerker dann vor Ort und machen sich ans löbliche Werk, sind sie vor meinen Fragen nicht mehr sicher. „Wie heißt das, was Sie gerade in der Hand halten?“ ist noch die harmloseste.

Gestern reparierte ein Glaser meine Balkontür. Ich hatte das Gefühl, ihm meine Wissbegier erklären zu müssen. „Ich bin Übersetzerin und möchte immer ganz genau wissen, wie alles heißt. Ich sammle Fachwörter.“ Der Fachmann staunte (nach der sprichwörtlichen Art der Fachleute): „Lateinisch kann ich gar nicht. Ich bin doch kein Arzt.“ Nun wunderte ich mich nach Laienart. Doch dann fiel bei mir das Zehncentstück: „Ich meine doch deutsche Fachwörter.“

Nachtrag
Gerade lese ich im spon, was kanadische Handwerker so in Kundenwohnungen treiben, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Gut, dass ich „meine“ nicht aus den Augen gelassen habe …

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