Lords and Ladies

What at first glance seems to be a noble name for a beautiful plant is really just euphemistic. Male and female flowers arranged on the same stem and in a shape resembling human sexual organs.  As the latter are not restricted to nobility and (quite frequently) found in commoners as well, the plant is also known as Adam and Eve or even devils and angels. (Any idea which gender is supposed to play the female part here? It must be angels, because lords and Adam are also mentioned first.)

Aronstab

Männliche und weibliche Blüten sind auf dem Gefleckten Aronstab [Arum maculatum] so angeordnet, dass sie den Menschen (die offenbar immer nur das Eine im Kopf haben) wie menschliche Sexualorgane vorkommen.  Mir ging das beim ersten Anblick allerdings nicht so. Ich sah nur die roten Beeren und fragte mich, ob die wohl giftig sind. Ja, doch. Verbotene Früchte sind das. 😉

Nachsatz vom April 2016

Einen zitronengelben Verwandten des Aronstabs habe ich gerade im Hamburger Botanischen Garten entdeckt. Während der harmlose deutsche Name Scheinkalla nichts Böses verheißt, mutiert die Pflanze auf English zum Stinktier (yellow skunk).

Fundorte: Stratford-upon-Avon – am Wegesrand – und in Kiftsgate Court Gardens.

Foto: (c) anglogermantranslations. Alle Rechte vorbehalten.

12 Kommentare

Eingeordnet unter Botanik, Foto, photo

12 Antworten zu “Lords and Ladies

  1. Pingback: Colour Your World: Green Yellow – Stinking Beauty | Übersetzen und Literatur, doch nicht nur

  2. I’ve been calling them Italian Candlesticks because of their red berries but I see that name doesn’t cover their other interesting forms as well as Lords and Ladies!

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  3. Pingback: Eine Meise macht noch keinen Lenz? | Übersetzen und Literatur, doch nicht nur

  4. Hach, herrlich. Aronstab dagegen; so dicht an den Zehn Geboten. Marmelade sollte man nicht draus kochen, natürlich.

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  5. I like this plant and the name makes it even more special 🙂

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    • Wärst Du ein Insekt, würdest Du das sicher anders sehen! 🙂 Zitat aus der Wiki-Gartendatenbank
      „Die Fliegen rutschen an der glatten Wand des Hochblattes in die Kesselfalle (Gleitfalle), wo sich die eingeschlechtlichen männlichen und weiblichen Blüten befinden, die übereinander jeweils in einem Kranz angeordnet sind (weibliche unten, reifen früher für Fremdbestäubung). Sie werden dort für etwa 24 Stunden gefangen gehalten, bis die Bestäubung sichergestellt wurde.“

      So eine Gemeinheit!

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  6. Pit

    Schon wieder etwas Neues gelernt!

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