Der Mond ist aufgegangen

Das ist doch mal eine gute Nachricht: Ganz kurzfristig sehe ich eine Ankündigung für eine Buchvorstellung, und ich habe sogar Zeit hinzugehen. Eine neue Claudius-Biografie präsentiert Annelen Kranefuss am

Donnerstag, dem 26. Mai von 20-22 Uhr

in der Zentralbibliothek der HÖB.

Der Eintritt ist frei, allerdings sollte man sich vorher telefonisch anmelden.

Matthias Claudius (1740-1815) verdanken wir meines Wissens das einzige Christianengedicht deutscher Sprache. Leider schrieb er es aus einem traurigen Anlass, nämlich dem Tod seiner Tochter. Ich finde es sehr anrührend:

Christiane

Es stand ein Sternlein am Himmel,
Ein Sternlein guter Art;
Das tät so lieblich scheinen,
So lieblich und so zart!

Ich wußte seine Stelle
Am Himmel, wo es stand;
trat abends vor die Schwelle,
Und suchte, bis ich’s fand;

Und blieb denn lange stehen,
Hatt’ große Freud’ in mir:
Das Sternlein anzusehen;
Und dankte Gott dafür.

Das Sternlein ist verschwunden;
Ich suche hin und her
Wo ich es sonst gefunden,
Und find es nun nicht mehr.

                       Matthias Claudius

Frage: Warum ist uns Goethe denn ein heiteres Liebesgedicht auf Christiane schuldig geblieben? (Ist doch so ein schöner Name …)

2 Kommentare

Eingeordnet unter deutsche Literatur, Hamburg, Lied

2 Antworten zu “Der Mond ist aufgegangen

  1. Pingback: Blogwichtel 2011 – A Horn, a Horn, a Kingdom for a Maple (Stick)! | Übersetzen und Literatur, doch nicht nur

  2. philipp1112

    Es ist ein schöner Name!

    Gefällt mir

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