Es muss nicht immer Schokolade sein

Foto: Nadine Roßa (Prädikat: besonders anklickenswert 🙂 )

Ach, ist es nicht wunderschön, das ß? Der einzige Buchstabe im deutschen Alphabet, der ausschließlich als Minuskel existiert? Umlaute gibt es ja auch in anderen Sprachen, das Französische schmückt sich mit Cedillen und Akzenten, andere Sprachen geben diakritische Zeichen als Aussprachehilfe, mit den Griechen teilen wir uns nur die eleganten Kurven dieses Prunkstücks, nicht aber die Phonetik. Ursprünglich war wohl geplant, das Eszett mit der Rechtschreibreform einfach unter den Tisch fallen zu lassen. Wäre doch schade gewesen! Und selbst Schweizer Verlage (nicht alle, aber doch einige) verwenden es gern in ihren Büchern und verstoßen damit gegen die Landessitte ;-).

Nun plädiere ich dafür, auch den Thorn wieder in die englische Schriftweise einzuführen. Natürlich nur für das gelispelte th, Ausnahmen wie Thomas oder Thames könnte man ja weiterhin so schreiben.

Ach, es soll doch Schokolade sein? –> Voila.

3 Kommentare

Eingeordnet unter Bücher

3 Antworten zu “Es muss nicht immer Schokolade sein

  1. Ich übersetze manchmal Tourismustexte über Island aus dem Englischen und der Thorn wird da in Ortsnamen meistens beibehalten. Mich freut das immer und ich lasse ihn im Deutschen auch stehen. Man soll es dem Leser ja nicht zu einfach machen.
    Was das ß angeht, ärgere ich mich seit Jahren mit (deutschen) Entwicklern rum, die meine Texte verunstalten. Da wird eine Überschrift auf einer Web-Seite plötzlich von Groß- auf Kleinschreibung umgestellt und aus „SPASS“ wird „Spass“. Grrrrrrrrr!

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  2. Selbstverständlich gibt es das ß auch auch seiner Versalform, und das auch schon ein paar Jährchen (ich verweise gerne auf den entsprechenden Artikel in der Wikipedia). Seit 2007 hat es auch einen Platz als „Latin Capital Letter Sharp S“ in der Unicode-Tabelle. In HTML notiert man es als ẞ, und wenn die Schrift in deinem Browser es unterstützt, sollte es hier ‚ẞ‘ zu sehen sein.

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